Ohrenrausch

Let´s get loud: Music & More

Mehr Festival-Feeling Juni 16, 2011

Filed under: Lebendig & Tretend — ohrenrausch @ 8:01 am
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Immer noch Mit- Rotem-Band-geschmückten Handgelenk (ok, ist albern!) noch ein wenig Schwelgen oder auch Kritteln: Das Line-up des 2. Tages hat uns einen kommod späten  Festival-Start ermöglicht, da spülte es mir doch zu weich um die Ohren.  Alter Bridge, zugebenermaßen auch nicht der härteste aller Auftakte, dafür in Reihe 3 Fan gespielt. (Betonung liegt auf „Spielen“): Solide.  Von den Beatsteaks hatte ich eigentlich einen Live-Knaller erwartet. Kam nicht. Das erwartete Super-Highlight des Abends: System, obwohl ein bisschen mehr Zugabe nicht weh getan hätte. Das unterwartete Highlight des Abends: Trail of Dead, habe die zwar schon mal gesehen, haben sich aber selbst getoppt.  Krach, Zisch, Bum, und schon war das Schlagzeug hin. Laut. Super. Toll.

Da hätte die sich ankündigende Lärm-Offensive von Tag 3 mal schön zuhören, staunen und lernen können. We butter the bread with butter, noch sehr geil. Von nun an ging´s Berg und Tal, aber meistens ab. Asking Alexandria, ganz gu, auch wenn sie ordentlich bei Enter Shikari mopsen; The Architects: enttäuschend; The Devil Wears-Prada: nicht übel, aber ich kann aber auf das „We believe in Jesus“-Getue gut verzichen,  übrigens auch auf „We believe in Satan“, „Red Bull“ oder an was man noch so glauben kann.  Times of Grace:  langweilig. Wie übrigens alles andere, das ich mir Neugier getrieben in 2-Song-Länge gegeben habe. Und irgendwann kommt einem das Metalcorige zu den Ohren raus. Der gute alte Glen Danzig hat das Festival ordentlich, aber ohne Tusch ausgeläutet.

In a nutshell: Einige Höhepunkte, doch viel Raum für mehrere Luftsprünge nach oben

 

 

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Look back ohne anger Juni 13, 2011

Ach, schon wieder ausge-RIPt: Rock im Park ist 1 Woche her. Mit einer mixed bag an Bands und Emotions. Einsteigen mit Caliban, deutscher Metalcore, wie man es mag oder eben nicht.  Bring me the horion, englischer Metalcore, wie man es erwartet. Frontbarde Oli Sykes, zwischenzeitlich rundum tätowiert („Ist der süß“) will soviele Walls of Death haben, dass Die BMTH-Fans schon Unlust zeigen.  Ansonsten sehr erbaulich, aber die Freiluft nimmt zuviel Druck raus.  Dann geht es Lärm auf Lärm: Inflames  (gut), Disturbed,  die aussehen wie vom Metal-Stylisten aufgehübscht (blinkende Kinnketten, Hair Extensions, trendy böses Make-up);  „Down with the sickness“ ist unstrittig ein Klassiker, doch der Rest der musikalischen Ergüsse ähnelt sich verdächtig.  Korn, eine Ohrenfreude. Und als Finale Rob Zombie,  einst in Bandenform als White Zombie unterwegs,  jetzt leider eher tot als untot.

Früher klang das mal so

 

Festival-Anleitung Teil 2 Mai 23, 2011

Filed under: Hirnrauschen — ohrenrausch @ 5:48 am
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Der Circle Pit lockt? Dann empfehlen sich fest fixierte Treter und Ersatz-Gewandungen.  Denn Sandälchen und um den Bauch geknüpfte T-Shirts machen sich gerne selbständig. Späteres Durchforsten der Schubskreis-Fläche bringt auch nix, denn da findet man zwar einzelne Schühchen, aber selten ein komplettes oder gar passendes Paar.

Slow-Motion-Schubskreisen könnte man  z. B. dazu:


 

Anleitung für RIP-Neulinge Mai 8, 2011

Filed under: Allgemein — ohrenrausch @ 9:51 am
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Ob am Ring oder im Park, die Open-Air-Beschallungen rücken wieder näher, thank god. Aus gegebenem Anlass (Festival-Wieder- und -Neueinsteiger sind in diesem Jahr in unserer Truppe) eine kleine Anleitung:

1) Strategisch anziehen

– Ein Hütchen ist ein Muss, wenn die Sonne brutzelt.  Denn eine  Verbrennungen mittleren Grades auf Nase oder Schulter haben schon manchen coolen Festival-Look ruiniert.

– Sneakers und Stiefel sind filigranen Sandaletten oder Flipflops deutlich überlegen.  In letzteren schürft man sich leicht mal ein Füsschen auf.  Ein Festival ist auch prima, um nagelneuen Cowboy-Boots im Nullkommanix den Used Look zu verpassen. Kann ich beweisen! Nach und während feuchter Phasen sind Gummistiefel wunderprächtig. Wer´s originell mag, lässt die Deichmann-Wellies zu Hause: Davon gibt´s dort ein Nest.

2) Strategisch packen

– Bei volatilem Wetter ein zum Mini faltbares Regenwams, denn Schirme müssen draußen bleiben.

– Getränke nur im 1-Liter-Tetra-Pack (pro Person 1 Liter!!!), besonders festivallig mit schneidischem, kackbraunen Packband um die Schulter gesattelt.

– Sonnenmittel; das kann zwar auch zu Diskussionen mit den Ladys am Eingang führen, die im letzten Jahr beim RIP ein bisschen rumeierten, allerdings nur am 1. Tag. Doch was wäre das Leben ohne Challenge.  Oder man gibt das Zeug gleich einem der Boys, da hat kein Security-Hand danach gekräht.

– Eine Plastiktüte ist nie verkehrt, also Notabfalltüte, als Unterlage zum Draufsetzen, als Regenhütchen;  zwei derer mit Gummibändern fixiert ergeben sogar schnittige Allwetterstiefelchen

– Nicht zwingend notwendig: Deo-, Handwasch- und feuchte Toilettentüchlein. Ein wenig dekadent, aber so what!

3) Strategisch trinken

Das typische Festivalgesöff Bier hat einen Nachteil:  Es wirkt äußerst harnanregend. Das mag dem gestandenen Male Metaller wurst sein, doch wer nicht wild pinkeln kann oder will, und Dixie-Clos nicht für den Hot Spot hält, steigt um,  z. B. auf Caipis.

Und jetzt kommt musikalische Einstimmung, mit The devil wears prada:

 

 

RIP die zweite Juni 14, 2010

1 Woche nach den letzten Rock-am-Ring-Klängen: fast im Alltag gelandet, fast… noch ziert das himmelblaue RIP-Bändchen mein Handgelelenk  und meine Erinnerung.  Zum Beispiel an As I lay dying, die meinen Sonntag einläuteten, herzallerliebster Metalcore aus Amiland.  Dann ging es (Hartgitarren-)Schlag auf Schlag: Lamb of god mit 20 Jahren Schmettererfahrung auf dem Buckel und erstaunlicherweise Grammy-Abräumer (gut); Stone Sour mit Slipknots Corey Taylors an den Vocals, die statt sauer lustig machten (auch gut); die Grunge-Recken Alice in Chains, deren nachgerückter Frontman William DuVall selbst die alten Klassiker wie Man in the box sehr original rüberbringt (ebenso gut); dann noch das Hinterteil von 30 Seconds to Mars erhascht, reichte  für 2 ihrer Smash Hits (war ok, aber nix zum Drüber-Nachhauseschreiben).  Das Einzige, das haften blieb: Frontman Jared Leto trägt nun eine spaßige, rote Iro-Haartracht – die Sorte, die man eigentlich nur noch bei Sascha Lobo, bahnhofsumschleichenden Hundebesitzern oder diesem merkwürdigen schweizer Investment-Punk sieht.  Schließlich kulminierte das Ganze in meinen Tageshöhepunkent: Muse, erwartungsgemäß perfekt – no surprise there – und schließlich Katatonia aus Schweden. Letztere spielten früher mal Death Metal, sind dann auf Progressive umgeschwenkt, angeblich weil der Shouter nicht mehr growlen kann. (Schöne Geschichte, auch wenn´s gelogen wär: sich aus seinem Musik-Genre rauschschreien:-))  Nevertheless, die Todesmetallvergangenheit zeigt sich an den krachenden Gitarrenparts und das ist gut so.  Schließlich verhindern die eine zu arg weichgespülte Pompakustik.  Ein sehr, sehr schöner Abschluss, gekrönt von einem finalen Caipi auf ein inspiratives Festival.  Und wir planen schon für 2011: wieder RIP, vielleicht doch mal Wacken oder gar Novarock? We will see.

 

Wie kriegt man den RIP aus den Knochen? Juni 9, 2010

Filed under: Allgemein — ohrenrausch @ 5:07 pm
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Schon isses rum, das putzige Rock-im-Park-Festival, aber es weht noch gehörig nach. Ich bin einfach noch nicht im Normalmodus,  schwelge immer noch in den Bandorgien und dem Wahnsinnswetter.

Zum Mitschwelgen: Die Top-Einstimmung für Springbegeisterte am Donnerstag waren Rage against the machine, die meinen Begleiter ins Wall-of-Death-Getümmel lockte und ihmviel Blau auf Lippe und Oberarmen bescherte. Ich lief dann erst am Freitag zu Hochform auf. Eine der Tages-Highlights waren eindeutig  Pendulum, eine sehr, sehr geile UK-Aussie-Band, mit äußerst hart-fetzigem Drum&Bass/Breakbeat/Rock. Da muss ein Silberling her! Danach ging´s weniger euphorisch aber solide weiter.  Bullet for my Valentine (ok bis gut), In Extremo (lustig-beschwingend, so eine Schalmei und ein Dudelsack machen einfach gute Laune), Rise against (ein Fave des begleitenden Jungvolks, was mir für auf ewig ein Rätsel bleiben wird; finde sie zum Einschlafen) und kulminierte in Rammstein (ja, ich mag die). Letztere mit allerlei Faschings-Outfits, von Jägerhut bis Federkrägelchen, diversen Show-Einlagen (Keyboarder crowd-rudernd auf einem Schlauchboot durch die Menge) und viel pyro-funkelndem Bombast (Werk, Kaskaden und Menschen aus Feuer).  Arg schön für Mitsinger und Pomp-Liebhaber wie mich! Dann noch ein wenig Them Crooked Vultures schauen, die mich fast in den Schlaf wiegen. Gut, um den Heimweg anzutreten …

Samstag supporten wir zum Auftakt unsere Local Heroes Eyes of Solace. Es donnert, brettert, kreischt und zischt sehr erbaulich – zur Freude der in Anbetracht von  Uhrzeit und Bekanntheitsgrad recht zahlreich erschienenen Headbanger. Super-professionell war’s noch dazu. Dann ab zu Slash, zu dem es mich nicht so hinzog, eher zu seinem Barden Myles Kennedy. Denn der sing im normalen Leben bei Alter Bridge, die ich äußerst entzückend finde. War jetzt keine Offenbarung, aber ganz nett, dank einiger Guns & Roses-Klassiker. Man konnte sich schnuckelig ins Gras legen, mitwippen, die Sonne genießen-  was will man mehr.  Danach wilde Style-Duschen: Cypress Hill, altbekannter, ein wenig fader Spaß-Hip-Hop; Kasabian, nett und englisch. Erinnert ein wenig an den alte Rave (nix Techno, sondern ähnlich wie die Sounds von Stone Roses oder Charlatans); die Editors, die ja immer ein wenig wie weichgespültere Joy Division klingen. Kamelot, ganz arg pathetischer, daher auch recht amüsanter Power-Metal aus Ami-Land, garniert mit einer Night-Wish-ähnlichen Sangeslady.  Und schließlich mein Highlight des Tages: Heaven Shall Burn, die die Club Stage metal-core- rockten und bis auf die letzte Ecke füllten. Man spielte viel Todesmauer, Circle-Pitch und Ähnliches (mein springfreudiger Begleiter verlor dabei 2 T-Shirts, ja, Rock N’Roll verlangt Opfer). Danach waren wir alle völlig enthusiasmiert. J. aus B. meinte: „Eigentlich wollte ich ja noch zu Hammerfall, doch was soll jetzt noch kommen.“ Stimmt. Und morgen geht´s weiter.

 

Warmduschen mal anders März 25, 2010

Filed under: Hirnrauschen — ohrenrausch @ 6:25 pm
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Die Sonne kitzelt, die Gräser rauschen, die Festivals winken – und ich bring mich schon mal in Stimmung. Und zwar damit:

1) DUSCHTEST

Hätte ich den  letzten Jahr gemacht, wäre mir einiges erspart geblieben. Und das war so:  Beim RIP (nix in Frieden ruhen, Rock im Park)  2009 trug ich eine äußerst stylishe Vintage-Regenkombi von Adidas, ein Erbstück, gute 40 Jahre alt. Bei einem leichten Schauer  verhielt sich das Outfit noch unauffällig, beim Post-Prodigy-Wolkenbruch streikte das Gewand. (Time waits for noone, auch nicht für meine Regenhaut.)  Ich war völlig durchnässt und hätte  fast Slipknot verpasst.

DAS WIRD NICHT MEHR PASSIEREN: Ich habe ein neues, angeblich Wind und Wetter trotzendes  Gewand geschossen. Und damit geht´s jetzt unter die warme Dusche. Nein, ein Video werde ich darüber nicht drehen.  Obwohl, wäre sicher der Bringer bei der nächsten Birthday Party.

2) Musikhausaufgaben

Klingt nicht nach Erotik, ist aber Genuss bringend: Sich einfach schon einmal  durch die Bands des Festival-Line-ups durchhören. So verpasst man im Fall des Falles keine Juwelchen oder vertrödelt unnötig Zeit bei Jan Delay, wenn man Bullet for my Valentine haben kann.  Hat sich im letzten Jahr super bewährt.  Und falls ich noch mehr Festival-Feeling will,  schlüpfe ich in die geblümten Gummistiefel, zücke das Klebeband, um mir einen Wein im Tetrapack umzuschnallen, und hüpfe über die Neckarwiese.  To be continued …