Ohrenrausch

Let´s get loud: Music & More

Live-Durchschnitt Dezember 11, 2012

Filed under: Hirnrauschen — ohrenrausch @ 3:45 pm
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Ein Gastbeitrag von Stephanie Esser, textschliff

Eine große Konzertgängerin war ich nie. Trotzdem sind ein paar zusammengekommen. Hier eine Auswahl, ungeordnet, einfach die, an die ich mich erinnere.

Simon & Garfunkel live in Central Park

1985. Ab ins Zimmer, Platte auflegen, mitsingen. Immer wieder, rauf und runter. Irgendwann würde ich selbst einmal unter freiem Himmel sitzen und cooler Musik lauschen.

Rock am Ring

1991. Zelten auf dem Schotterparkplatz, Regen, Menschen- und Schlamm-Massen, teure Getränke, Lärm und Eros Ramazzotti.

B-52s

199x. Halle brechend voll, Band lässt uns 2 Stunden warten. Spielt die Songs runter und haut ohne Zugabe ab.

Ceolbeg

1993. Kleiner Bonner Club, nach dem Konzert an der Bar mit den Jungs von der Band noch was trinken und ihnen dann die Stadt zeigen. Das einzige, was hier nach 2 Uhr geöffnet hat, ist das Gum, eine Sowjetkneipe. Immerhin.

Jethro Tull

1993. Tanzbrunnen Köln, wunderbares Wetter, entspannte Stimmung, einfach schön.

Metallica-Dio-Bonham

1991. Im Stau gestanden, zu spät gekommen, zwei Bands sind schon durch. Kilometer entfernte Bühne mit minikleinen Männlein drauf. Gedröhne. Gröhlende, Teufelszeichen machende, mattenschwingende Alt- und Jungmänner. Mein erstes und letztes Metal-Konzert.

Händel „Messias“

2012. Hoffnungskirche Pankow, beeindruckender Jugendstil, okayer Chor, weiche Altstimme, kreischender Sopran. Wir sagen euch an den lieben Advent.

Simply Red

1987. Ich wär so gern hingegangen. Konnte es mir aber nicht leisten. Immerhin hat mir eine Freundin das Konzertposter geschenkt.

Coldplay

2002. Karte geschenkt bekommen. Hingegangen, Musik schön, aber warum eigentlich die ganze Zeit dicht gedrängt herumstehen, wenn man sich das auch gemütlich auf dem Sofa anhören kann?

Unbekannte Band

1997. Silvester in Edinburgh. Konzerte überall auf den Straßen, Leute aus Südafrika und Australien, die ihren ersten Schnee sehen. Happy New Year!

Suzanne Vega

1995. Club in Köln. Seit ich vor zehn Jahren „Marlene on the Wall“ gehört habe, will ich Suzanne mal live sehen. Freundin hat Liebeskummer. Bleiben im Vorraum sitzen, das Konzert findet ohne uns statt.

…e la luna?

Immer mal wieder im Berliner Schlot. Canzoni italiane, eine reizende italienische Sängerin und das Gefühl, zu Gast bei Freunden zu sein.

Fazit 2012

Zu Großkonzerten gehe ich nicht mehr. Da hatte ich zu oft das Gefühl „Hoffentlich ist es gleich vorbei“. Mir machen die kleinen in den überschaubaren Clubs mehr Spaß. Da kann man sitzen und genießen oder aufspringen, wenn man doch tanzen will. Mein Vorsatz für 2013: öfter Clubkonzerte besuchen.

 

Die Welt im Kasten November 12, 2012

Filed under: Hirnrauschen — ohrenrausch @ 5:48 pm

Eine Band. Eine Bühne. Und viele, viele rechte (oder auch mal linke) Hände mit gezücktem schlauem Phone. Was? Bringt? Das? Wie kommt man beim hoch konzentrierten Avisieren so richtig in den Musik-Flow? Wie kann man da doppsen, mitgrölen, abgehen?  Was soll das überhaupt, wo doch jeder Gig sowieso von einem anderen Ein-Hand-Filmer ruckzuck auf Youtube verewigt wird? Und: Wie lange hält man das durch, ohne Armstarre?

Jüngste Feldforschungen decken zudem gewisse Gesetzmäßigkeiten auf: Je jünger das Publikum, desto mehr Ein-Armige. Je härter die Musik, desto weniger derer. Irgendwie beruhigend…

 

Rettet die Zugaben! Juni 23, 2011

Filed under: Hirnrauschen — ohrenrausch @ 1:16 pm
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Vom Aussterben bedroht und immer seltener auf freier Groß-Act-Konzertbahn anzutreffen: die Zugaben.  Gerade erlebt bei den Foo Fighters in Berlin und System auf Rock im Park.  Spielen ihre (wenn auch funkelnden) Sets und ziehen Leine.  Und das Publikum? Kein Johlen, kein Trampeln, kein Toben! „Och, nee, schon vorbei?“   Und man trollt sich.

Ich gründe hiermit offiziell den WWMC (We-want-More-Club), den Verein zur Erhaltung und Belebung der Zugaben.  Spenden  und Aktivisten sind jederzeit willkommen!

 

Gesucht: Nachhilfe für André Lieberberg Juni 16, 2011

Filed under: Hirnrauschen — ohrenrausch @ 8:14 am

Wenn es denn stimmt, dass Marek Lieberbergs Nachkomme für das Line-up von RIP  (und RAR) verantwortlich ist, dann braucht der Junge dringend eine Info-Spritze.  Was störte?

1) Weichspüler-Headliner

2 Kuschel-Headliner,  das geht nicht! (Kommentar im Nightliner: „What has Coldplay got to do at Rock im Park“) Da muss noch ein Brett her: Nicht umsonst waren zum ersten Mal seit Jahren die RAR-Karten im Vorfeld nicht ausverkauft.  Und bei RIP bildeten Kings of Leon den Center-Stage-Schluss. Das reicht in keinster Weise  für  ein finales Festival-Ausrufezeichen wie z. B. Muse oder Slipknot, sondern höchstens für dahin plätschernde 3 Punkte .

2) Band-Einerlei

7 Metal-/NOise-/Deathcore-Bands an einem Tag hintereinander, da schläft selbst mir Core-Geneigter irgendwann Gesicht und Gehörgang ein.

Wer sich also berufen fühlt, gibt dem guten Mann ein paar Tipps für:  mehr Härte, mehr Abwechslung, mehr Kick.  Schließlich ist nach dem Festival …

 

 

Festival-Anleitung Teil 2 Mai 23, 2011

Filed under: Hirnrauschen — ohrenrausch @ 5:48 am
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Der Circle Pit lockt? Dann empfehlen sich fest fixierte Treter und Ersatz-Gewandungen.  Denn Sandälchen und um den Bauch geknüpfte T-Shirts machen sich gerne selbständig. Späteres Durchforsten der Schubskreis-Fläche bringt auch nix, denn da findet man zwar einzelne Schühchen, aber selten ein komplettes oder gar passendes Paar.

Slow-Motion-Schubskreisen könnte man  z. B. dazu:


 

Babylon is lärming … Dezember 22, 2010

Filed under: Hirnrauschen — ohrenrausch @ 5:35 pm
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Mathcore, Deathcore, Postrock, Technical Death Metal, Melodic Death Metal, Emocore, wer in diesem Genredschungel noch durchblickt, bitte melden! Ich langsam nicht mehr. .. muss vielleicht auch nicht sein. Wäre aber sicher lustig, einen Style-Wegweiser zu machen! Oder ein schönes Spielchen: Wir werfen je einen Begriff in den Raum, jeder darf definieren, was das Zeug hält. Die spaßigste Erklärung gewinnt, z. B. einen Kurs im Circle-Pitten.  Hmm, sollte man vielleicht mal als Online-Game designen …

 

Verbotene Liebe mit Pearl Jam Juli 9, 2010

Filed under: Hirnrauschen — ohrenrausch @ 6:47 am
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Gestern am Telefon. Ich jaule T aus K die Ohren voll, wie enthusiasmierend Pearl Jam war.  Sie schon fast ein wenig angefixt. Beim weiteren Plaudern erzählt sie mir –  wie ich mit einer Schwäche für dusselige Soaps ausgestattet – bei „Verbotene Liebe“ hätte es heute einen tollen Hintergrund-Song gegeben, mit der  Textzeile: „The selfish, they’re all standing in line“. Ob ich nicht wüsste, wer ….ich wusste nicht.  1 Stunde später bimmelt das Telefon,  T hat gegoogelt, „I am mine“ gefunden und der Song ist von: Pearl Jam. (Die Soap-Fritzen schrecken vor nichts zurück. ) T ist nun völlig am Haken und möchte beim nächsten PJ-Konzert  in der Wuhlheide mit.  So hat  jeder seinen eigenen Approach …