Ohrenrausch

Let´s get loud: Music & More

Von weich bis kreisch… November 21, 2010

Filed under: Allgemein — ohrenrausch @ 3:51 pm
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wenn´s mal gemütlicher sein soll, greife ich auch mal zum irischen Singer-Songwriter

Und dusche hinterher eiskalt nach, z. B. mit christlischem Metalcore aus Ami-Land, glücklicherweise eher heidnisch im Sound

 

Die Provinz tobt… November 5, 2010

Filed under: Lebendig & Tretend — ohrenrausch @ 4:44 pm
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aber nur auf der Bühne. Im Pit eher nicht. Woher ich das weiß? Weil ich einen wunderhübschen Metalcore-Abend im bayerischen Cham erlebt habe. Mit einer munteren Mischung von Bands aus Nah und Fern: The Agonist (Kanadier mit allzu metal-schicker  Sanges-Maid),  Eyes of a Traitor (Mittelmäßiges aus England), After the Burial (erfreulicher Mathcore aus USA) und die Headliner Maroon (laute Veganer aus dem Osten).  Band 3 und 4 waren sehr, sehr erbaulich, wenn man es laut mag. Doch das Publikum nur äußerlich. Viele kamen im zur Musik passenden  Outfit (Tatoo hier, Piercing da, Kylesa-T-Short dort),  aber wollten sich keinen Stratz bewegen. Die Jungs auf der Bühne taten mir richtig leid! Woran liegt diese Bewegungsfäule? Dass die Besucher alle nicht wussten, was sie erwartet? An der vielen Natur drumherum? Den zahlreichen  Blutwurzen, die zuvor durch die Kehlen geflossen sind?  Ihr lieben Maroonies,  spielt das nächste Mal lieber wieder in St. Wendel oder so.

Ein wenig Lärm gefällig? Bitteschön.

 

Upstage statt Substage

Filed under: Lebendig & Tretend — ohrenrausch @ 4:19 pm
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Früher war´s underground, das Substage, jetzt isses oben, was kein Schaden ist: viel bessere Akustik, mehr Luft und Klima, mehr Platz für Band und Tanzmäuse. Klar, der SO36-Charme ist nun dahin. Ich kann damit leben, und Anathema, die englischen Progressive-Knaben wohl auch.  Sehr gemischter Auftakt, handverlesen von den Liverpoolern:  Petter Carlson, ein norwegischer Singer-Songwriter mit engelsgleichem Stimmchen, und Long Distance Calling, Münsteraner Instrumental-Lärmer (mit super Drummer, wären nett, wenn noch einer singen tät, so ganz ohne Melodei habe ich einfach meine Probleme). Meiner Nachbarin ist das engelsgleiche Stimmchen zu wenig teuflisch: Sie bewaffnet sich mit Handy-Kopfhörern und tanzt zu dem, was da wohl raustönt.  Sieht spaßig aus:  Wie wenn man bei Musikvideos den Ton abdreht.

Dann die heiß erwarteten Anathemen, mit Songs  verschiedener Provenienz zum Auftakt. Danach das komplette neue Album. Arg schön… 2 Stunden, das bringen heute nicht mehr viele. Bei den Screamos (wie Bring me the horizon) macht die Stimme vorher schlapp, bei den Geldgeilen (wie Linkin Park) die Motivation. Stehe zunächst günstig für Aug und Ohr; bis mein Hintermann anhebt, jeden Song mitzusingen. Lauthals! Völlig falsch! Tut in den Ohren weh und treibt mich in eine andere Ecke. Als dann als finale Zugabe „Fragile Dreams“ ertönt, bin ich musikalisch gesättigt und glücklich. Und wieder bereit für mehr Krach.