Ohrenrausch

Let´s get loud: Music & More

Screaming Saarland Juli 26, 2010

Filed under: Lebendig & Tretend,Sound-Service — ohrenrausch @ 5:20 pm
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Klein, aber laut: So isses zumindest musikalisch im Saarland. Beweise? Neben den  Parachutes hier noch eine Band die Ohrabhärtendes abliefert: Traeos, ganz prächtig screamo-lärmig, z. B.  mit „The light is growing“.

Live zu sehen am 30. 7.  im Modul in Saarbrücken oder am 4. September bei „Rock die Burg“ in Bad Dürkheim.

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Was der Ring kann, kann der Bach auch… Juli 15, 2010

Filed under: Lebendig & Tretend — ohrenrausch @ 3:54 pm
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Letztes Wochenende: ein kleines, schnuckeliges Festival in saarländischen St. Wendel, Rock am Bach. Und der RAB schneidet beim Vergleich mit den großen Brüdern (Rock am Ring/im Park) gar nicht schlecht ab. Und das tun wir mal, vergleichen nämlich.

DIE BANDEN

Bei RAR alles querbeet in Hülle und Fülle (von Jan Delay bis Rammstein, das komplette Aufzählen lasse ich mal, habe heute noch was vor). RAB entzückt mit einer zierlichen Auswahl von 9 Bands pro Tag, aber die reine Gib-Ihm-Auf-Die-Omme-Fraktion. Wer das mag, wie ich, kann sich freuen: Z. B. über  die Klassiker Killswitch Engage mit den erwarteten Highlights  „My last serenade“ und „End of Heartache“;  Maroon (Heaven-Shall-Burn-Ähnlicher Metalcore aus Thüringen) oder die saarländischen Parachutes, die so gar nicht saarländisch klingen.

DIE PREISE
Rund 45- 50 € pro Tag für Sahne-Bands bei RAR ist eigentlich ok, doch die Getränkepreise treiben einem Wasser in die Augen. Günstiger ist RAB mit 27 Euronen pro Tag und 2,40 für ein Bierchen. Voll geldbeutelkompatibel.

DRINKS UND FUTTER
Von Caipi bis Eiskaffee, von Hot Dog bis Hot Indisch gabs in der Eiffel schon einiges . Wie bei den Bands waren die RABler hier etwas selektiver, so selektiv, dass dann irgendwann der Radler aus war.  Völllig enigmatisch der Geldverkehr: Man konnte nicht einfach seine Börse zücken, sondern musste erst einmal RAB-Bons erstehen. Dabei entsprach ein RAB 1,20 €. Die Sinnhaftigkeit dieses Konzeptes erschließt sich dem geneigten Konsumenten nur schwer, denn es bedingt einen kleinen Act : Schlange stehen für die Bons, Schlange stehen für die Naturalien, falls Bons alle wieder Schlange stehen, und am Schluss nochmal Schlange stehen, um eventuelle  Restbons wieder in Euro zu verwandeln. Kann mir nur erklären, dass es Marketinggründe hat. Nach dem Motto: Ab einem gewissen Pegel checkt eh keiner mehr, dass 1 RAB =  1,20 € und schon sitzt die Kohle lockerer.

STIMMUNG

RAR ist nichts für Leute mit Phobien, die mit vielen Menschen zu tun haben. Man kann sich aber durchaus kuschelige Eckchen suchen. RAB war durch und durch relaxend. Sehr, sehr angenehm.

Alles in allem: Merke mir den RAB für nächstes Jahr schonmal vor (na ja, neben Rock im Park)

 

Verbotene Liebe mit Pearl Jam Juli 9, 2010

Filed under: Hirnrauschen — ohrenrausch @ 6:47 am
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Gestern am Telefon. Ich jaule T aus K die Ohren voll, wie enthusiasmierend Pearl Jam war.  Sie schon fast ein wenig angefixt. Beim weiteren Plaudern erzählt sie mir –  wie ich mit einer Schwäche für dusselige Soaps ausgestattet – bei „Verbotene Liebe“ hätte es heute einen tollen Hintergrund-Song gegeben, mit der  Textzeile: „The selfish, they’re all standing in line“. Ob ich nicht wüsste, wer ….ich wusste nicht.  1 Stunde später bimmelt das Telefon,  T hat gegoogelt, „I am mine“ gefunden und der Song ist von: Pearl Jam. (Die Soap-Fritzen schrecken vor nichts zurück. ) T ist nun völlig am Haken und möchte beim nächsten PJ-Konzert  in der Wuhlheide mit.  So hat  jeder seinen eigenen Approach …

 

Eine Schwärmerei: Pearl Jam in Berlin Juli 8, 2010

Filed under: Lebendig & Tretend — ohrenrausch @ 2:27 pm
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Eigentlich kenne  ich nur das erste Album von Pearl Jam in- und auswändig. Und ja, das Gutmensch-Gedöns ging auch mir irgendwann auf den Keks. (Obwohl ich widerspenstig sein natürlich gut finde).  Auch das Vedder-Vibrato in der Stimme kann einem manchmal  zuviel werden. Dennoch habe ich mich hinreißen lassen – zu einem Ticket für Pearl Jam in der Wuhlheide. Und keine Sekunde bereut!

Die Location.  Die Wuhlheide ist einfach supertoll. Das wäldlische Drumherum, die gigantisch gute Sicht von jedem Platz aus, die Atmosphäre und als Glitzerhäubchen gab´s ein spektakuläres Wetter.

Die Band.  Live sind die einfach der Hammer, nach wie vor (zum letzten Mal habe ich die in den 90ern gesehen). Das fand nicht nur ich.  Bereits bei „The end“ oder „Just breathe“ sangen gefühlte 10.000 mit, bei den Songs des Erstlings Tens waren´s dann die vollen 17.000.  Und mehr als einmal hatte ich ein komplettes Gänsehäutchen am Körper.  Zum Beispiel bei „Black“, einem meiner Ten-Lieblinge –   nicht dem in schwerer Rotation etwas ausgeleierte  „Alive“.

Sehr zu meiner Erbauung beigetragen hat übrigens auch das Publikum. Die jungen Menschen aus USA haben sich die Hucke vollgedrönt und wurden daher immer lebloser. Ganz anders die 6 lustigen, etwas älteren  Dänen und -innen hinter unser, die dem Alkohol in beträchtlicher Mengel frönten und darob noch  lustiger wurden.  Die waren  extra aus Hamlet-Land nach Berlin gekommen, logierten in einem Hausboot, um am nächsten Tag mit dem Caravan zum Festival nach Roskilde zu fahren.  (Wie ich allerdings mein Umfeld interpretieren soll, weiß ich noch nicht: Dope macht müde, Alkohol spaßig? Die Gereifteren überholen die Jungspunde in Sachen Durchhaltevermögen?)

U-Turn zurück zum Thema: ein überaus spezielles Konzert, das man in Worten eigentlich kaum beschreiben kann.  Und wenn PJ wieder geruhen nach Deutschland zu kommen, bin ich dabei.