Ohrenrausch

Let´s get loud: Music & More

In, an und um Muse herum Dezember 3, 2009

Filed under: 1,Lebendig & Tretend — ohrenrausch @ 4:17 pm
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Blitz! Donner! Krach! Tschingbum! Wir sind nicht bei Lucky Luke oder Asterix gelandet, sondern Muse. Und die  lautmalerischen (auf Besserwisserisch: onomatopoetischen) Ergüsse sind nur eine unvollkommene Wiedergabe des Sounderlebnisses.
Doch fangen wir am Anfang an. München. ein lieblicher Novemberabend, weitaus lieblicher als vorgesehen.

Vorfreudig stehe ich in der Warteschlange. Und bereits da, ein Zugewinn an Wissen:
Fan A: “ Let´s meet at the tree“. Fan B: „Where?“ Fan A:   “ You know the thing that grows“…
Drinnen in der Olympiahalle geht die Kurzweil weiter…und ich verirre mich gleich.  Habe einen Cocktailstand entdeckt, den ich nach dem Nasepudern (Nein, nichts Schweinisches oder Drogiges) um 2 Euronen reicher machen möchte. Komme raus, schau mich um, und: Huch, der gesuchte Stand ist weg. Leicht verwirrt frage ich: „Habt ihr den Cocktailstand entsorgt?“ Der Barkeeper grinst sich eins und klärt mich auf: „Versuchs´mal  ein Stockwerk höher!“
Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen:  Ich bin keine Arenen gewöhnt! Eher Locations wie das Substage in Karlsruhe, die Garage in Saarbrücken, die Halle 02 in Heidelberg. 2 oder 3 Ebenen überfordern mein einstufig konditioniertes Hirn. Denn das Tückische in der Olympiahalle: Die Stände haben so ein Style-Einerlei, das nennt man, glaube ich, Corporate Design: Damit gelingt es ihnen, mein arenen-ungeübtes Gemüt zu verwirren.

Und die Musik? Biffy Clyro, die Vor-Schotten, haben einen leichten Fadigkeit-Faktor, obwohl sie sich redlich mühen. Allerdings  bin  ich allen aus Brave-Heart-Land wohl gesonnen, und damit auch diesen Knaben.

Doch das ist alles schnell Schnee von vor-vorhin,  Muse betreten die Bühne, oder vielmehr sind sie schon da: Stoffbahnen bewegen sich gen oben, und drunter die 3 Briten auf  riesigen Quadern aufspielend und -singend.

Neongrüne Stroboskop-Streifen (ja, genau die von den MTV VMAs), die sich am Hallenhimmel zu kleinen Knödelchen formen. Blütenblätter, die die Screens und uns alle in Frühlingstimmung bringen. Weiße Menschen-Schemen, die auf Leiter-Schemen hochsteigen und dann abwärts schweben. Lichtkringel in Pink, Weiß, Rot …. Riesige Luftballons, die sich bei engem Fankontakt in Schnippselchen auflösen.  Und dazu ein Sound in  Perfektion pur. Habe mal gelesen Dead can Dance machten einst ellenlange Soundchecks von 8 Stunden – die Musen wohnen wohl schon seit Tagen in der Olympiahalle. Oder wie sonst kriegt man das hin? Und üben das ganze Jahr über:  Selbst höchste Höhen schafft Vokalist Matthew Bellamy glasklar und ohne Aussetzer, da könnte sich Chris Cornell mal ne Live-Scheibe abschneiden. Auch die Instrumentalisten lassen sich nicht lumpen:  Die Gitarren donnern oder kuscheln, je nach Song, die Drums rattern und zucken. Und überhaupt:  Sound, Lightshow, Effekte, alles passt 100%  zusammen. Das hatte (Vorsicht Kitschalarm) wirklich ein paar magische Momente. Ein kleines Gesamtkunstwerk.  Eigentlich mit Worten nicht zu beschreiben, kauft euch die DVD, so es denn eine gibt. Eine kleine Prog-Bombast-Ader sollte schon vorhanden sein, sonst wird´s nichts mit der Begeisterung.
Und das Fazit: Die Live-Musen sind ein Muss.

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