Ohrenrausch

Let´s get loud: Music & More

Wie hoch kann man sinken oder Musik zum Schämen Dezember 28, 2009

Filed under: Hirnrauschen — ohrenrausch @ 4:38 pm
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Ein ganz normaler Abend, der Wirt meiner Stammkneipe ist in Plauderlaune, und schießt plötzlich ein Torpedo:  „Gibt es eigentlich Musik, die du magst, aber mit schlechtem Gewissen?“. Treffer versenkt, da gibt es einige Ausrutscher in meinem aus Noise-Sicht untadeligen Musikgeschmack. Da wären zum Beispiel Rammstein, für die schäme ich mich ein bisschen.  Titel wie: „Weißes Fleisch, „Bück dich“, hallo? Wie die wohl auf ihre Lyrics-Geistesblitze kommen?  Die Buben schreiben eine Ansammlung von Tabu-Wörtern und -Themen auf eine Tafel und werfen dann mit Dartpfeilen, und schwuppdiwupp, ein neues Songthema ist geboren. Anders kann ich sich mir das nicht erklären. (Aber live sind die Rammsteiner trotzdem ganz weit vorne und überhaupt)

Doch es kommt noch dicker, im Bezug auf Lieblings-Schäm-Songs: Da wäre noch Battle Hymn von Manowar. „Five moonlights we ride, ten thousand side by side“, usw., usw. Nun könnte man zu meiner Entschuldigung sagen, das Kind (also ich) war jung, konnte kein Englisch, man kann es verzeihen. Nee, leider nicht, habe verstanden und was ich nicht gleich kapiert habe, habe ich nachgeschaut. Das hat mir dann so unentbehrliches Vokabular wie „Morgenstern „(mace) oder „bezwingen“  (to vanquish) beschert, die ich nun ganz lässig in jede Konversation einflechten kann.  Zum Beispiel: “ Wenn ich meinen Morgenstern geputzt und meinen inneren Schweinehund bezwungen habe, komme ich zum Tee vorbei.“ So, aber jetzt sage ich nix mehr. Mehr Abgründe lasse ich nicht raus:-)

Und jetzt zum Mitsingen, Ablachen oder Gruseln, ganz wie beliebt …

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Leise rieselt jetzt nix mehr …. Dezember 26, 2009

Filed under: Sound-Service — ohrenrausch @ 11:59 am
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Das beste Gegenmittel gegen Weihnachtsgedudel-Overkill ist ein Voll-Brett, Metalcore aus Amiland: As I lay dying

[GGGGRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR , ok, ein arg lausiger Versuch die schönen AILD-Grunzer in Buchstaben zu fassen], dann doch besser hier ...

 

Let your hair flow (und Hirn wär auch nicht übel) Dezember 19, 2009

Filed under: Hirnrauschen — ohrenrausch @ 5:21 pm
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Cinderella, Ratt, Poison – wer dabei verzückt grinst oder sich schaudernd windet, weiß auf jeden Fall wovon ich rede. Von der Hair-Metallern…den Glam-Dudelern oder auch Posern, wie jene auch genannt werden.  Heute würden nicht mehr extrem viele Hähne nach ihnen krähen (obwohl,  Cinderella waren für den Poser-Rock das, was Nuno Gomez für die portugiesische Fußballnationalmannschaft war: technisch nicht übel und  extrem putzig anzuschauen ), wenn sich nicht einer von ihnen penetrant auf die Mattscheibe drängen täte: der gute Bret Michaels, einst Rampen-Säugetier und Songwriter von Poison. Die waren wohl recht erfolgreich, für mich allerdings ein No-Go. Aus gutem Grund: der Look ! (viel Toupiertes, schlechtes Geschminke und glitzrige Proll-Klamotten); die Songtexte!  (Jede Rose hat eine Dorne und jeder Cowboy singt ein trauriges Lied …). Der Sound  (Kuschel-Rock der schleimigen Sorte). Die gingen ja mal gar nicht.

Aber immerhin hat der gute Bret schon einmal mit Jimmi Page, dem Top-Klampfer von Led Zeppelin, die Bühne geruckelt. Sich mit Pamela-Ich-nehme-jeden-der-eine-Gitarre-halten-kann-Anderson in den Laken gewälzt. Und nun  ist der Knabe TV-Star oder vielmehr MTV-Star: Bei Rock of Love sucht er schon in der dritten Staffel ein Herzblatt. Also:  „Bauer sucht Frau“ in der Langhaar-Version.  Die Mädels müssen allerdings auch ganz neckische Challenges bestehen, z. B.  Schlammcatchen oder  um die Wette Diabetes-Notfall-Hilfe leisten. Warum macht der das? Tja … Warum zappe ich nicht gleich weg? Aus Interesse an menschlicher Interaktion, als soziologische Studie, um das Sein an sich, für sich und hinter sich aus der Nähe, bla, bla, bla. Kurz: Ich habe keine Ahnung! Aber vielleicht könnte ich ein  paar Ideen für die nächste Gäste-Bespaßung abgreifen?

Und jetzt kommt die gestern angekündigte Peitsche, bzw. Bret wie er singt und lebt…

 

Gesund durch Noise Dezember 18, 2009

Filed under: Sound-Service — ohrenrausch @ 10:57 am
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Heute gibt´s Zuckerbrot:  Richtig schönen Noise-Pop machen Health aus LA, die kennt kein Schwein, sind aber ultra-packend, glücklicherweise mehr Noise als Pop.  Man könnte auch PopCore sagen, oder Synthie-Core oder Grind-Pop oder Prog-Core, ah, das macht Spaß. Sind übrigens im Vorprogramm von Nine Inch Nails.

Und morgen kommt die Peitsche!!

 

Fahrradweg to Hell Dezember 13, 2009

Filed under: Hirnrauschen — ohrenrausch @ 3:22 pm
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Die Rockmenschen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.  Statt Biker-Gang Radel-Rudel… zu sehen bei 30 seconds to Mars

 

Anti-Tipp: Prinzessin von Belair Dezember 10, 2009

Filed under: Sound-Service — ohrenrausch @ 7:12 am
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Gestern bei Raab: Jada Pinkett-Smith, die Angetraute von Will, dem Allgegenwärtigen, promotet Ihre neue Serie –  doch nicht nur das. Die Gute in irgendeinem Designerfummel und gefühlten 15-cm-hohen Louboutins, auf denen sie nicht laufen kann, enthüllt ihre Abgründe. Sie hat eine Band, eine ganz böse Band,  Wicked Wisdom! Sie sagt: NU Metal. (Ist ja in). Sie sagt:  wie Crowbar und Mastodon.  Ich sage: weder noch.

Eine erste Hörprobe bestätigt, was man erahnt.  Hier erschallt eine Art La Fee auf Amerikanisch. Gitarren nicht schlecht, aber abgekupfert von guten, harten Bands. Die Stimme, ein bisschen zu  brav und solide, nicht genug Dreck. Da nützt es auch nix, dass sie sich dann Jada Koren nennt und mit wicked Augen-Make-up vom Top-Visagisten in schwarzem Leder posiert. Vielleicht dräut uns da ein neuer Trend aus USA? Vicky Beckham mit ihrer Prog-Band Thin Missy, Katie Holmes mit der Metal-Combo The Dianetics oder Nicole Kidman als Frontfrau der Pale Aussies. Ich wage es mir gar nicht auszumalen …

 

Park frei! Dezember 7, 2009

Filed under: CU soon — ohrenrausch @ 3:13 pm
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Hosianna! Freude! Extase! Die ersten Line-Up-Vorboten für das kommende Rock im Park sind raus (eigentlich die zweiten, denn bisher war nur klar, dass Rammstein headlinert);  da sind einige drunter, die mir noch in meiner Live-Sammlung fehlen: Bullet for my valentine! Editors! Und vor allem: Muse! Letzeres ist zwar keine richtige Überraschung, denn in München haben sich die Buben schon mit „CU next summer“ verabschiedet. Und wir, die gesammelten Muse-Enthusiasmierten, haben schon rund-herum spekuliert: Da doch Rock im Park 15 und Rock am Ring 25 wird, wäre es doch schön, sinnstiftend und löblich, wenn und überhaupt…

Und tatsächlich: Sie KÖMMEN! Und wir  dann auch.