Ohrenrausch

Let´s get loud: Music & More

Neu im Ohr oder: Musik-Hausaufgaben machen …. November 18, 2009

Filed under: Hirnrauschen — ohrenrausch @ 8:17 am
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Es wabert hie, es  doomet da, ja, da ist Katatonia  – sorry, für die Entgleisung, aber manchmal geht es mit mir durch.  Das muss an den vielen reimenden Songs liegen, die mich in meiner prägenden Phase umschwangen. (Unvergessen, wenn auch sehr, sehr, sehr alt,  Evelyn Künnekes: Ich möcht mit dir den Vesuv besteigen und dir die glühende Lava zeigen.)

Kurz und gut: Ich höre mich durch die Banden, die in meinem Kopf gebookmarkt sind.  Also diese Finnen haben einen großen Drama-Faktor, sind aber nicht unpossierlich. Hole gleich mal das schwarze Samt-Cape aus dem Schrank. Übrigens nicht zu verwechseln mit den walisischen Weichspülern Catatonia.  Das wäre ein fataler Hör-Sturz.

Und hangele mich weiter zu Alesana (danke für den Tipp, F. aus H.), schönes Getöse. Bring me the horizon meets My chemical romance meets 30 seconds to Mars.  Manche sagen Post-Hardcore. Ist mir auch recht.

 

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DIE Geschäftsidee! November 16, 2009

Filed under: Sound-Service — ohrenrausch @ 8:47 pm

Stellen wir uns nur einmal vor: Ein Mensch/eine Menschin möchte zu einem Konzert (Slipknot, Foo Fighters, Leona Lewis, Liste ist beliebig erweiterbar), doch keiner will mit.  Was tun? Rent-a-concertgoer, nämlich mich! Man kann mich als Konzertbegleitung buchen, auf Wunsch auch mit Pogo-Einlage.

Und die Preise? Die wären dann gestaffelt. Bei In Flames oder Alexis on Fire etwa wäre ich bescheiden: Fahrtkosten oder MFG, Konzert-Ticket sowie der ein oder andere Drink reichen völlig. Beim Wendler, DJ Ötzi oder Ähnlichem müsste man allerdings schon noch einen Hunnie drauf legen. Na, wie wär´s?

 

Silence is sexy November 15, 2009

Filed under: Lebendig & Tretend — ohrenrausch @ 9:59 pm

Es gibt mehrere Spezies von Konzertbesuchern.  Spezies 1 sind die  „Ich-geh-hin-weil-die-anderen-hingehen“-Menschen, Spezies 2 die „Ich-geh-hin-weil-mich-die-Musik-interessiert“-Menschen.  Spezies 1 ist Spezies 2 mitunter ein Dorn im Ohr, denn die fallen leicht einem Irrtum zum Opfer. Nämlich diesem: Leise Stellen im Song sind dazu da, um endlich mal ausgiebig zu quatschen. Möglichst laut, so dass die Umstehenden auch etwas davon haben. Nein, nein, nein! Die leisen Stellen sind als leise Stellen gedacht! Zum Genießen!

Besonders viel Gelegenheit, sich über Spezies 1 zu freuen, hatten wir ( ich und 3 Buben, C.,  K. u M.) am Freitag: bei Oceansize in Karlsruhe. Die kombinieren Getöse sehr gerne mit –  sagen wir mal –  lieblich-zurückhaltenden Passagen  Ein gefundenes Fressen nicht nur für Spezies 1, sondern auch für die bisher noch nicht erwähnte Spezies 3:  aufstrebende oder dilettierende Musiker, die uns nur allzugerne an ihren Gedankengängen teilhaben lassen:

„Also der Riff ist doch genau wie der…“; „Mike hat das viel krasser drauf…“ etc. pp.  Ähnlich brennend interessante Dialoge kann man übrigens bei allen  Laut-Leise-Clash-Bands erleben z. B. Isis etc.  Nichtsdestotrotz: Oceansize waren extrem putzig; und on top hat sich eine der Vorbands  ein wenig in mein Herz gespielt und gesungen.  Ira aus Konstanz (sprich „Eira“). Fand die glasklare, Amplifyer-mäßige Stimmme des Sängers sehr geil.  Das Publikum war wie ich recht angetan. Meine Begleitbuben nicht;  C. meint:  „Die sind wie Katatonia, nur schlechter“.   Kenn Katatonia noch nicht, werde mir die aber gleich als Hausaufgabe anhören. Und überlege mir, ob ich eine neue Spezies gründe: eine, die mit Super-Dickmanns bewaffnet den Quasselstrippen auf die Pelle rückt …

 

Ce soir sera une bonne soirée November 13, 2009

Filed under: Lebendig & Tretend — ohrenrausch @ 4:45 pm

Was tun kanadische Studis, wenn sie nicht der Wissenschaft, Kunst oder sonstigen Dingen frönen? Sie denken sich putzige Umsetzungen für Black-Eyed-Peas-Texte aus.  Z. B. so…

 

Bring mir den Horizont (auch wenn ich über 16 bin)

Filed under: Lebendig & Tretend — ohrenrausch @ 4:02 pm
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FSK.  Nicht für Menschen über 30. Nicht für Menschen ohne Mützchen  (naja, dann eher Freiwillige Style Kontrolle oder so).  So kam es mir zumindest vor, bei „Bring me the horizon“. Schöne Krachband aus Sheffield…  ich bin aus eigenem Antrieb hier (nicht weil ich irgendwelche Söhne, Töchter oder Nichten begleite).  Ich höre solche Musik!! Ja! Aber da scheint es nicht viele von meiner Sorte zu geben, nur meine Freundin. Die weigert sich genau so hartnäckig wie ich, sich mit den Jährchen auf Deep Purple oder Xavier Naidoo zu stürzen.

Ihre Befürchtungen bestätigen sich: Wir treffen ihre Schüler (muss ich es sagen? Sie ist Lehrerin!).  Wir fachsimpeln ein wenig. Schüler: „Doofes Publikum hier!“ Ich wage einen Wild Guess: „Zu viele Pseudo-Emos?“ Er: „Genau!“ Ach, es geht doch nix über eine gepflegte Konversation.

Ich lausche mich durch zwei Bands: August burn red, die Hardcore-Schiene, ganz nett; und All that Remains.  Punk meets Bad Brains und irgendwas Neueres, was mir jetzt gerade nicht einfallen will. Nicht so meins.  Und endlich kommen sie, die Jungs:  Bring me the horizon, ich doppse, ich singe mit, ich freue mich.

Nach knapp einem Stündchen ist er rum, der Zauber. Kein Wunder: Die meisten Schrei-Bands halten es nicht länger durch (siehe auch Blood Brothers, nun leider defunkt, aber früher auch immer nach einer Stunde stimmband-erschöpft). Guter Abgangs-Trick: Wir zerren das Publikum auf die Bühne und hinter der Menschenwand verdünnisieren wir uns unauffällig.

Fazit:  Ich bin nass geschwitzt, aber glücklich und die FSK ist mir wurscht.